Allgemeine Geschäftsbedingungen

Auftragstouren



Durch die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen soll das Vertragsverhältnis zwischen einem Auftraggeber/Kunden (private oder öffentliche Institution, Verein oder Unternehmen) und uns bzw. Orgir Tours als Reiseveranstalter oder als Geschäftsbesorger/Vermittler von Reiseleistungen, speziell in Ziffer 3. gefasst, unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften geregelt werden.
Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen liegen ebenfalls allen Verträgen zugrunde, die unseren Einkauf von Dienstleistungen und Waren in anderen Unternehmen (Lieferanten) zum Gegenstand haben.

Hier können Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen als PDF-Dokument herunterladen.
1. Vertragsgegenstand/Leistungsbeschreibungen/Entwicklungshonorar
1.1 Wenn wir als Reiseveranstalter im Auftrag tätig sind, also individuell zugeschnittene Geo-Erlebnistouren erarbeiten und zu einem Pauschalpreis anbieten, ergeben sich Art und Umfang der Vertragsleistung aus den jeweiligen Leistungsbeschreibungen sowie aus den entsprechenden Angaben in der schriftlichen Buchungsbestätigung.

1.2 Diese Leistungsbeschreibungen umfassen im wesentlichen die Tour-Programmerstellung (Reiseroute und Sehenswürdigkeiten), die Beförderung durch verschiedene Reiseverkehrsmittel (Flug-, Bus- und Bahnbeförderung), die Unterkunft, die Verpflegung sowie die Reiseleitung.

1.3 Für die Entwicklung einer solchen Leistungsbeschreibung erhalten wir ein angemessenes Bearbeitungshonorar, welches sich in seiner Höhe nach dem jeweiligen Umfang der Leistungsbeschreibung bzw. dem Aufwand der Ausarbeitung richtet. Ferner ergeben sich hieraus bereits erforderliche mit dem Kunden eng abgestimmte Reisevorbereitungskosten (z.B. Reisekosten im Rahmen der Routenplanung), die bereits vor Buchungsabschluss anfallen und entsprechend in Rechnung gestellt werden können.

1.4 Aktivitäten, die in der Leistungsbeschreibung als „Extratour“, „Extraveranstaltung“ oder „Extraevent“ bezeichnet werden, sind nicht Bestandteil des Vertrages, gegebenenfalls damit verbundene Kosten sind nicht im Reisepreis enthalten.

1.5 Übernehmen wir gemäß Leistungsbeschreibung die Beantragung von Visa oder ähnlichen Anträgen handelt es sich um eine Geschäftsbesorgung für den Reisekunden. Die Erteilung solcher Bewilligungen obliegt den jeweils zuständigen Behörden und stellt keine Reiseverpflichtung von uns dar.

1.6 Tour-Programmvorschläge und Gruppenrundreisekonzeptionen bleiben unser geistiges Eigentum. Sie dürfen ohne unsere schriftliche Einwilligung in Gänze oder auszugsweise nicht an Dritte weitergegeben oder verwendet werden.
2. Anmeldung/Abschluss des Vertrages
2.1 Der Kunde versichert, sowohl im eigenen Namen wie auch im Namen aller in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer zu handeln.

2.2 Die einer vorliegenden Leistungsbeschreibung zugrunde liegende Anmeldung des Kunden kann schriftlich, telefonisch oder mündlich erfolgen. Hiermit bietet der Kunde uns verbindlich den Abschluss eines Vertrages und erkennt diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die wie vorgenannt gleichlautende Leistungsbeschreibung als Vertragsgrundlage an. Erst mit unserer schriftlichen der Anmeldung des Kunden entsprechenden Buchungsbestätigung kommt der Vertrag zustande. An der Anmeldung ist der Kunde bis zum Zugang der vorgenannten schriftlichen Buchungsbestätigung, jedoch längstens 14 Tage gebunden.

2.3 Sollte der Inhalt der Buchungsbestätigung von der Anmeldung des Kunden abweichen, kommt ein Vertrag auf Grundlage dieses Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb von acht Tagen sein Einverständnis mit dem Inhalt der Buchungsbestätigung uns gegenüber erklärt (bestenfalls durch Zahlung des Reisepreises oder durch Leistung einer Anzahlung).

2.4 Richtet sich der Buchungswunsch eines Kunden auf eine andere als seine eigene Person oder auf mehrere namentlich von ihm benannte Personen, so kommt der Vertrag ohne anders lautende Vereinbarung ausschließlich zwischen uns und dem buchenden Kunden zustande. Dieser hat uns gegenüber für die Erfüllung sämtlicher vertraglicher Pflichten einzustehen.
3. Orgir Tours als Geschäftsbesorger und Vermittler
3.1 Werden von uns ausdrücklich in fremdem Namen einzelne Reiseleistungen von Fremdanbietern oder Touren von anderen Reiseveranstaltern vermittelt, schulden wir lediglich ordnungsgemäße Vermittlung und nicht die Leistung selbst. Zustandekommen und Inhalt solcher Verträge richten sich nach den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und den jeweiligen Bedingungen des fremden Vertragspartners. Zu den Reiseleistungen von Fremdanbietern gehören u.a. die Beförderung durch verschiedene Reiseverkehrsmittel (Flug-, Bus- und Bahnbeförderung), die Unterkunft, die Verpflegung, Versicherungen. Mietwagen, die Beschaffung von Visa und sonstigen Einreisegenehmigungen sowie die Reiseleitung.

3.2 Vertragspartner bezüglich der Reisedienstleistungen werden ausschließlich die jeweiligen Leistungsträger. Den vermittelten Verträgen können daher eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen der Leistungsträger zugrunde liegen. Darin können u.a. eigene Regelungen über Zahlung, Umbuchung, Stornierung, Haftung und Obliegenheiten des Kunden enthalten sein. Wir machen dem Kunden die jeweiligen Leistungsträger namentlich bekannt. Der Kunde hat seine Kenntnisnahme und Akzeptanz von etwaigen Vertragsbedingungen der jeweiligen Leistungsträger selbst sicher zu stellen. Soweit möglich, stellen wir dem Kunden auf Anfrage die jeweils einschlägigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zur Verfügung.

3.3 Erhöhungen des Preises einzelner Reiseleistungen seitens fremder Leistungsträger sind nur im Rahmen des gesetzlich Zulässigen möglich.

3.4 Der Kunde ist berechtigt, jederzeit von Verträgen über einzelne oder mehrere Reisedienstleistungen zurückzutreten. Nach Abschluss eines Vermittlungsvertrags richten sich die Bedingungen für etwaige vom Kunden veranlasste Änderungen (z.B. Umbuchung, Stornierung) nach den Bedingungen des jeweiligen Leistungsträgers. Wir sind berechtigt, dem Kunden alle insoweit von ihm verursachten Kosten im Namen des jeweiligen Leistungsträgers zu berechnen bzw. einzubehalten.



3.5 Bei durch den Kunden veranlassten Flugstornierungen oder -umbuchungen sind wir darüber hinaus berechtigt, eine eigene Storno-/Umbuchungspauschale in Höhe von 40,00 EUR (bei innerdeutschen Flügen zzgl. Ust.) zu berechnen. Bei durch den Kunden vorgenommenen Hotelzimmerstornierungen oder -umbuchungen sind wir berechtigt, eine eigene Stornopauschale in Höhe von 50,00 EUR (bei in Deutschland gelegenen Hotels zzgl. Ust.) zu berechnen. Bei durch den Kunden vorgenommenen Stornierungen sonstiger Leistungen (z.B. Mietwagen, Dolmetscher etc.) sind wir berechtigt, eine eigene Stornopauschale in Höhe von bis zu 40,00 EUR (bei in Deutschland gebuchten Leistungen zzgl. Ust.) zu berechnen.



3.6 Der Kunde ist grundsätzlich berechtigt, an seiner Stelle einen Ersatzteilnehmer zu stellen, sofern die jeweils beteiligten Leistungsträger dies gestatten, eine Umsetzung zeitlich bis zum Reisebeginn möglich ist und der Ersatzteilnehmer gegebenenfalls die notwendigen Voraussetzungen (z.B. Mindestalter, Berechtigung zur Einreise in das Zielland etc.) erfüllt. Es wird darauf hingewiesen, dass Fluggesellschaften den Eintritt eines Ersatzteilnehmers grundsätzlich nicht gestatten. Für die durch den Eintritt des Ersatzteilnehmers verursachten Mehrkosten haften der Kunde und der Ersatzteilnehmer gemeinschaftlich.



3.7 Wir haften nicht für den Vermittlungserfolg, die inhaltliche Richtigkeit von Informationen oder die mangelfreie Erbringung von Reisedienstleistungen anderer Leistungsträger. Mängel der jeweiligen Reisedienstleistung sind unverzüglich gegenüber dem jeweiligen Leistungsträger anzuzeigen und gegebenenfalls unmittelbar gegenüber diesem geltend zu machen.



3.8 Bei Mängeln der Vermittlungsleistung hat der Kunde diese unverzüglich nach Kenntnisnahme uns gegenüber anzuzeigen und die Möglichkeit einzuräumen, Abhilfe zu schaffen. Bei schuldhaftem Unterlassen der Anzeige entfallen etwaige Ansprüche des Kunden aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag, sofern bei unverzüglicher Anzeige eine Möglichkeit des Abhilfeschaffens durch uns bestanden hätte.



3.9 Wir haften gegenüber Kunden, die Unternehmer oder juristische Personen sind, nur in Fällen des Vorsatzes und grober Fahrlässigkeit.
4. Datenschutz/Ausführendes Luftfahrtunternehmen
4.1 Erfasste und gespeicherte Kundendaten werden ausschließlich zur Abwicklung und Durchführung des Reisevertrages und ggf. zu Werbezwecken bei der Kundenpflege verwendet. Zu letzteren kann der Kunde gemäß § 28 Abs. 4 Bundesdatenschutzgesetz jederzeit widersprechen sowie weitere Rechte nach §§ 34, 35 Bundesdatenschutzgesetz geltend machen. Hierzu reicht es aus, an Orgir Tours eine entsprechende Mitteilung zu schreiben.

4.2 Die EU-Verordnung Nr. 2111 vom 14.12.05 verpflichtet Reiseveranstalter, Reisevermittler und Vermittler von Beförderungsverträgen, Reisekunden vor der entsprechenden Flugbeförderung über die Identität jeder ausführenden Fluggesellschaft zu unterrichten, sobald diese feststeht. Soweit dies bei Buchung noch nicht der Fall ist, muss zunächst die wahrscheinlich ausführende Fluggesellschaft angegeben werden. Bei Wechsel der ausführenden Fluggesellschaft nach erfolgter Buchung ist der Kunde unverzüglich zu unterrichten.
5. Sicherungsschein/Zahlungsbedingungen
5.1 Unsere Rechnungen und das zu vereinbarende Entwicklungshonorar aus Ziffer 1.3 sind direkt auf das folgende Konto Postbank Hannover, Kto. Nr. 820231301, BLZ 25010030 zu entrichten.

5.2 Die von Seiten des Kunden zu leistende Zahlung auf den Reisepreis werden erforderlichenfalls durch einen Sicherungsschein abgesichert. Diesen erhält der Kunde mit der Buchungsbestätigung.

5.3 Eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises ist mit Zugang der Buchungsbestätigung und des Sicherungsscheins fällig. Die Restzahlung ist 28 Tage vor Reisebeginn, sofern keine andere Frist vereinbart worden ist, oder bis zum Erhalt der von uns erstellten Endabrechnung gemäß Buchungsbestätigung fällig. Beide Zahlungsbeträge sind direkt und unaufgefordert (ohne Zahlungserinnerung) auf das folgende Konto Postbank Hannover, Kto. Nr. 820231301, BLZ 25010030 zu entrichten. Nach Eingang des vollständigen Reisepreises erhalten Sie etwa 2 bis 3 Wochen vor Reisebeginn Ihre vollständigen Reiseunterlagen.

5.4 Bei Verträgen, die innerhalb eines Zeitraums von 28 Tagen vor Reisebeginn wirksam (bei Abweichungen zur Leistungsbeschreibung wird neue Angebotsannahme erforderlich) geschlossen worden sind, ist der vollständige Reisepreis mit Zugang einer ggf. angepassten Buchungsbestätigung sofort fällig.

5.5 Stornoentschädigungen, Prämien für vermittelte Versicherungen und etwaige Bearbeitungs- und Umbuchungsgebühren sind nach Erhalt der Rechnung jeweils sofort fällig.

5.6 Im Falle nicht fristgerechter Zahlung sind wir berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 8% p.a. zu verlangen.
6. Änderungsvorbehalt bei Leistungsbeschreibungen
6.1 Vor Abschluss des Vertrages sind wir jederzeit berechtigt, Änderungen der Leistungsbeschreibung vorzunehmen. Sofern der Kunde seine Anmeldung/Buchung abgegeben hat, wird er über eventuelle Änderungen entsprechend informiert.

6.2 Nach Vertragsschluss ist es uns lediglich gestattet, unwesentliche Änderungen hinsichtlich einzelner Reiseleistungen vorzunehmen, die den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
7. Änderung des Reisepreises
7.1 Wir sind berechtigt, nach Abschluss des Vertrages eine Erhöhung des Reisepreises bzw. eine Erhöhung oder Neuentstehung preislicher Bestandteile in folgenden Fällen vorzunehmen: Wechselkursänderungen; Abgaben (z.B. Hafen- oder Flughafengebühren); Beförderungskosten inklusive Kraftstoffverteuerung und Sicherheitsgebühren; Aufenthalts-, Ein- und Durchreise-, sowie öffentliche Eintrittsgebühren. Ferner sind Preiserhöhungen zulässig, wenn sie auf weiteren Umständen beruhen, die erst nach Vertragsabschluss eingetreten sind und nicht vorhersehbar waren. Dabei muss sich die Preiserhöhung im Rahmen der veränderten Umstände halten.

7.2 Die Summe aller in vorgenannten Fällen eintretenden Erhöhungsbeträge ergibt den Erhöhungsbetrag des Reisepreises insgesamt.

7.3 Nur wenn mehr als vier Monate zwischen Vertragsschluss (Zugang der Buchungsbestätigung) und Reisebeginn liegen, ist eine Preiserhöhung zulässig. Über eine Preiserhöhung haben wir den Kunden unverzüglich nach Vorliegen des Änderungsgrundes in Kenntnis zu setzen, mindestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt mitzuteilen.

7.4 Ergeben sich nach Abschluss des Vertrages Preiserhöhungen von mehr als fünf Prozent des Gesamtreisepreises ist der Kunde berechtigt, kostenfrei zurückzutreten.

7.5 Im Falle der Verminderung oder Erhöhung von Teilnehmerzahlen behalten wir uns eine Preisanpassung vor. Der Kunde hat uns die Anzahl der Reiseteilnehmer spätestens 30 Werktage vor Veranstaltungsbeginn, sofern keine andere Frist vereinbart worden ist, mitzuteilen. Die bis dahin gemeldete Teilnehmerzahl bleibt zahlbar. Die Stornierungsfrist anderer Leistungsträger (z.B. Beherbergungsunternehmen) bleibt von dieser Regelung unberührt und kann u.U. zu weiteren Kosten führen, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden.

7.6 Etwaige, auch kurzfristig gebuchte Zusatzleistungen, die nicht schriftlich von uns bestätigt worden sind, werden nach Beendigung der Veranstaltung dem Auftraggeber in Rechnung gestellt.
8. Rücktritt vom Vertrag durch Orgir Tours
8.1 Wir sind berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, sofern die Durchführung der Reise im Einzelfall vom Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl abhängig ist, dem Kunden dies vor Vertragsschluss bekannt gemacht wurde und die Mindestteilnehmerzahl bis spätestens 29 Tage, sofern keine andere Frist vereinbart worden ist, vor Reiseantritt nicht erreicht wurde.

8.2 Ferner können wir vom Vertrag ohne Einhaltung einer Frist zurückzutreten, wenn der Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen innerhalb der bestehenden Geschäftsbeziehungen nicht fristgerecht
nachkommt bzw. die vereinbarten Vertragsbedingungen
nicht einhält. Im Falle eines vom Kunden zu
vertretenden Rücktritts hat dieser den uns
hierdurch entstehenden Schaden zu ersetzen.

8.3 Wir weisen darauf hin, dass wir nicht für etwaig entstandene Stornogebühren für vor- oder nachgelagerte Reiseprogramme, die nicht Leistungsgegenstand und bei fremden Leistungsträgern oder Veranstaltern gebucht worden sind, haften. Auch besteht kein Anspruch auf Schadensersatz für sämtliche in Eigenregie gebuchte oder ausgelöste Fremdleistungen wie u.a. Flug-, Bus- oder Bahntickets, Flughafentransfers, Visa, Impfungen, Eintrittsgelder, Gebühren jedweder Art oder Ausrüstungsgegenstände.
9. Rücktritt vom Vertrag durch den Kunden
9.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung. Um Missverständnissen vorzubeugen empfehlen wir, den Rücktritt in schriftlicher Form, bestenfalls per e-mail oder postalisch zu erklären. Im Falle eines wirksam erklärten Rücktritts durch den Kunden steht uns eine Rücktrittsentschädigung zu.

9.2 Nach unserer Wahl, die wir mit Übersendung der Entschädigungsrechnung treffen, wird bei Rücktrittserklärung durch den Kunden der Entschädigungsanspruch entweder konkret berechnet oder kann durch eine pauschalierte Entschädigung wie folgt geltend gemacht werden:

• bis einschließlich 40. Tag vor Reisebeginn 40%
• ab 39. Tag bis einschl. 20. Tag vor Reisebeginn 60%
• ab 29. Tag bis einschl.8. Tag vor Reisebeginn 80%
• ab 7. Tag vor Reisebeginn 100%

des Reisepreises. Zu abweichenden Stornogebühren der eingebundenen Leistungsträger, Leerbettgebühren, Künstlergagen, Stornogebühren für andere bestellte Leistungen, Telefon- und Telefaxkosten behalten wir uns ausdrücklich eine höhere Entschädigung vor. Wir weisen darauf hin, dass neben der Entschädigungszahlung auch die Kosten zusätzlich vermittelter Leistungen in voller Höhe anfallen können.

9.3 Dem Kunden bleibt freigestellt nachzuweisen, dass kein oder ein wesentlich geringerer Entschädigungsanspruch als die relevant geforderte Pauschale entstanden ist.

9.4 Bis zum Reisebeginn kann der Kunde sich bei der Durchführung der gebuchten Reise durch einen Dritten ersetzen lassen. Hierdurch entstehende Mehrkosten gehen zu Lasten des Kunden. Wir können dem Wechsel in der Person des bzw. der Vertragspartner widersprechen, wenn diese den betreffenden Reisen nicht genügen oder gesetzlichen Vorschriften oder behördlichen Anordnungen entgegenstehen.

9.5 Eine von dem Kunden gewünschte Umbuchung (u.a. hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Orts des Reiseantritts, der Unterkunft, der Beförderungsart oder der jeweilig zugeordneten Tarif- und Buchungsklassen) ist grundsätzlich nur durch kundenseitigen Rücktritt vom Vertrag zu den in dieser Ziffer 9 vorgenannten Bedingungen und in Folge durch einen Vertragsneuabschluss möglich. Ausnahmsweise sind jedoch Umbuchungen möglich, wenn die jeweilige Leistungsbeschreibung dem Kunden im Einzelfall eine entsprechende Möglichkeit eröffnet.
10. Kündigungsrechte wegen besonderer Umstände
10.1 Wird die Reise infolge höherer Gewalt (z.B. durch Krieg, innere Unruhen, Naturkatastrophen, hoheitsrechtliche Anordnungen), die bei Vertragsschluss nicht vorhersehbar war, erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so kann sowohl der Kunde als auch wir den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag nach dieser Maßgabe gekündigt, verlieren wir den Anspruch auf den Reisepreis. Allerdings können wir für bereits erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Der Kunde kann sich durch Rückfrage bei uns darüber vergewissern, ob bestimmte, am Reiseziel sich ereignende Vorkommnisse höherer Gewalt gegeben sind. Wir treffen unsere Einschätzungen unter Einbeziehung qualifizierter Informationsstellen wie beispielsweise dem Auswärtigen Amt.

10.2 Nach Antritt der Reise können wir den Vertrag kündigen, wenn der Kunde die Durchführung der Reise trotz Abmahnung durch uns nachhaltig stört oder sich in solch einem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages ohne Einhaltung einer Frist gerechtfertigt ist. In diesem Fall behalten wir den Anspruch auf den Reisepreis und der Kunde hat regelmäßig nur Anspruch auf Erstattung des Werts ersparter Aufwendungen sowie des Erlöses aus anderweitiger Verwertung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen. Darüber hinausgehende Ansprüche, insbesondere Schadensersatzansprüche bestehen für den Kunden nicht. Wir behalten uns eine höhere Entschädigung aufgrund abweichender Stornogebühren der eingebundenen Leistungsträger vor.

10.3 Nach einer Kündigung durch den Kunden wegen mangelhafter Reise (siehe Kündigungsvoraussetzung in Ziffer 11.4) verlieren wir den Anspruch auf den Reisepreis. Wir können jedoch für bereits erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen, die noch von Seiten des Kunden von Interesse sind, eine angemessene Entschädigung verlangen.
11. Rechte und Pflichten des Kunden bei mangelhafter Reise
11.1 Wenn die Reise nicht vertragsgemäß erbracht wird, kann der Kunde von uns Abhilfe verlangen. Erfordert diese unverhältnismäßigen Aufwand, können wir die Abhilfe verweigern.

11.2 Für den Fall, dass wir nicht innerhalb einer von dem Kunden bestimmten angemessenen Frist Abhilfe leisten, kann der Kunde selbst Abhilfe schaffen und Ersatz für erforderliche Aufwendungen verlangen. Sofern wir die Abhilfe verweigern oder die sofortige Abhilfe durch das besondere Interesse des Kunden geboten ist, ist eine Fristsetzung nicht erforderlich.

11.3 Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Reiseleistung kann der Kunde seinen Anspruch auf Herabsetzung bzw. Minderung des Reisepreises geltend machen.

11.4 Ist dem Kunden infolge eines Mangels die Reise oder ihre Fortsetzung aus wichtigem Grund nicht zumutbar oder ist die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, kann der Kunde den Reisevertrag im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen kündigen. Zuvor hat der Kunde eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen. Eine Fristsetzung ist jedoch unnötig, sofern Abhilfe unmöglich ist, von uns verweigert wird oder durch ein besonderes Interesse des Kunden die sofortige Kündigung des Reisevertrages gerechtfertigt ist.

11.5 Mängelanzeige und Abhilfeverlangen sind bei unseren Reisen von Seiten des Kunden an unsere Reiseleitung oder, soweit möglich und zumutbar, an uns direkt zu richten.
12. Rechte und Pflichten der Reiseleitung
12.1 Unsere Reiseleitung ist während der Reise beauftragt oder bevollmächtigt, Mängelanzeigen und Abhilfeverlangen entgegenzunehmen und, soweit möglich und erforderlich, für Abhilfe zu sorgen. Die Reiseleitung ist jedoch nicht befugt, Ansprüche auf Minderung oder Schadensersatz mit einer gegen uns gerichteten Wirkung anzuerkennen.

12.2 Unsere Reiseleitung ist ferner befugt und bevollmächtigt, eine Kündigung des Reisevertrages unsererseits auszusprechen (z.B. bei höherer Gewalt).
13. Unsere Haftungsbeschränkungen als Reiseveranstalter
13.1 Unsere vertragliche Haftung auf Schadenersatz für Schäden dem Kunden gegenüber, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, es sei denn, der kundenseitige Schaden wurde grob fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt oder, dass wir nicht für einen des Kunden entstehenden Schadens allein wegen des Verschuldens eines oder mehrerer Leistungsträger einstehen müssen.

13.2 Unsere Haftung auf Schadensersatz aus unerlaubter Handlung dem Kunden gegenüber ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, sofern diese nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht oder Körperschäden betrifft.

13.3 Aus internationalen Übereinkommen oder diesen zu Grunde liegenden gesetzlichen Vorschriften können sich weitere Haftungsbeschränkungen ergeben.

13.4 Die Teilnahme an unseren Reisen erfolgt auf eigene Gefahr. Wir haften insoweit nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
14. Mitwirkungspflicht/Schäden durch Teilnehmer
14.1
 Der Kunde und alle weiteren über ihn angemeldeten Teilnehmer sind verpflichtet, bei auftretenden Leistungsstörungen im
Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, um eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der
Kunde und alle an der Veranstaltung teilnehmenden Personen sind insbesondere verpflichtet, seine/ihre Beanstandungen
unverzüglich, spätestens jedoch 14 Tage nach Abschluss der gebuchten Reise, uns schriftlich zur Kenntnis
zu geben. Unterlässt der Kunde schuldhaft einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung und
Schadensersatz nicht ein.


14.2
 Der Auftraggeber hat alle über ihn angemeldeten Personen über den
Inhalt dieser allg. Bedingungen, insbesondere über Ziffer 13.4, vor
Reisebeginn in Kenntnis zu setzen.

14.3 
Entstehen Schäden durch mittelbar oder unmittelbar beteiligte
Personen des Kunden an Gegenständen, Gebäuden oder Fahrzeugen der im Zusammenhang mit dieser Reise beauftragten Partner, so haftet der Kunde für deren Wiederherstellung, Schadensbeseitigung und Reinigung.
15. Gewährleistung und Pflichten von Orgir Tours
15.1
 Wir leisten Gewähr für die auftragsgemäße Ausführung
des uns erteilten Auftrages.


15.2
 Treten Mängel in der Leistung auf, so sind wir verpflichtet, im Rahmen des im kaufmännischen Geschäftsbetrieb Zumutbaren auf die
Leistungsträger zur Mängelbeseitigung hinzuwirken. Wir sind berechtigt, bei unzumutbarer Kostenbelastung die Einwirkung auf die Leistungsträger
von der Kostenbeteiligung des Kunden bis zur Hälfte der entstehenden Kosten abhängig zu machen. Gewährleistungsansprüche hat der Vertragspartner innerhalb eines Monats nach der vertraglichen Leistungserbringung uns gegenüber geltend zu machen.

15.3 Eine Gewährleistung für Erfolg und/oder das Gefallen der Reise ist ausgeschlossen.
16. Versicherungen
Alle Teilnehmer sind für Ihren Versicherungsschutz selbst verantwortlich. Wir empfehlen, u.a. bei Auslandsaufenthalten ausdrücklich den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung. Diese Versicherung kann über uns abgeschlossen werden.
17. Pass-, Visa- und Gesundheitsbestimmungen
17.1 Die Beschaffung der bei jeweiligem Grenzübergang erforderlichen Reisedokumente wie z.B. Pass, Visum sowie die Einhaltung gesundheitspolizeilicher Formalitäten liegt ausschließlich in der Verantwortung des Kunden, sofern keine andere Vereinbarung getroffen worden ist.

17.2 Sämtliche Nachteile, die aus einer Nichtbefolgung solcher Vorschriften erwachsen, einschließlich etwaig entstehender Rücktrittsentschädigungen infolge einer dann ausbleibenden Reiseteilnahme, gehen zu Lasten des Kunden.

17.3 Alle Teilnehmer sollten sich rechtzeitig über Impf- und Infektionsschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen informieren, mithin ärztlichen Rat zu Thrombose- und anderen Gesundheitsrisiken einholen. Relevante Informationen erteilen reisemedizinische Informationsdienste, Gesundheitsämter, Hausärzte oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
18. Anspruchstellung/Ausschlussfrist/Verjährung
18.1 Die vertraglichen Ansprüche des Kunden wegen vollständiger oder teilweiser Nichterbringung oder mangelhafter Erbringung von Reiseleistungen muss der Kunde innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise uns gegenüber geltend machen. Eine Geltendmachung von Ansprüchen nach Fristablauf ist nur bei unverschuldeter Fristversäumung möglich.

18.2 Soweit nicht Ansprüche für Körperschäden oder Ansprüche, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen (Verjährung in zwei Jahren), betroffen sind, verjähren die vom Kunden in vorstehender Ziffer behandelten Ansprüche in einem Jahr. Mit dem Tag, an dem die Reise gemäß Vertrag endet, beginnt die Verjährung.
19. Allgemeine Abwicklungsaspekte
19.1 Der Kunde hat die in der schriftlichen Buchungsbestätigung enthaltenen Angaben auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen und uns gegebenenfalls unverzüglich auf Unrichtigkeiten hinzuweisen.



19.2 Wir übersenden dem Kunden die Reiseunterlagen nach vollständigem Zahlungseingang. Sofern wir als Reiseveranstalter eigenverantwortlich tätig sind, wird dem Kunden im Vorhinein ein Sicherungsschein gemäß § 651 k BGB übermittelt.



19.3 Ist zur ordnungsgemäßen Leistungserbringung durch uns die Mitwirkung des Kunden erforderlich (z.B. in Form der Weitergabe bestimmter Daten oder Zurverfügungstellung bestimmter Dokumente für die Beschaffung eines Visums), obliegt es dem Kunden, seinen Mitwirkungspflichten ordnungsgemäß nachzukommen. Können wir die vertragliche Leistung nur aufgrund fehlender Mitwirkung des Kunden nicht erbringen, so bleibt die Zahlungspflicht des Kunden voll aufrechterhalten.



19.4 Der Versand von Reiseunterlagen innerhalb Deutschlands erfolgt grundsätzlich per Post. Sofern aus bestimmten Gründen der Versand über einen kostenpflichtigen Kurierdienst vorgenommen wird, etwa weil es sich um wichtige Dokumente wie etwa Reisepässe handelt oder der Kunde kurzfristig gebucht hat, teilen wir dies dem Kunden im Vorhinein mit und stellen ihm die hierdurch entstehenden Kosten in Rechnung.

Außerhalb Deutschlands werden Reiseunterlagen grundsätzlich per Kurierdienst zugestellt, wobei der Kunde die hierfür anfallenden Kosten zu tragen hat.

In jedem Fall haben wir lediglich die ordnungsgemäße Aufgabe zum Post-/Kurierdienstleistungsunternehmen sicherzustellen und haften darüber hinausgehend nicht für die rechtzeitige sowie ordnungsgemäße Beförderung und Zustellung. In Einzelfällen können Reiseunterlagen auch am Abflughafen des Kunden zur Abholung hinterlegt werden. Die hierdurch entstehenden Kosten trägt der Kunde.
20. Sonstiges
20.1 Wir behalten uns das Recht vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit mit Wirkung in die Zukunft zu ändern. Es besteht gegenüber Kunden insoweit keine Verpflichtung zur Mitteilung hierüber. Auf der unternehmenseigenen Webseite wird die jeweils aktuelle Fassung zur Kenntnisnahme bereitgestellt.

20.2 Sofern wir als Reiseveranstalter tätig sind und deutsches Vertragsrecht zugrunde gelegt werden kann, gelten ergänzend zu diesen Allgemeinen Reisebedingungen die gesetzlichen Bestimmungen, im Besonderen die (reise-)vertraglichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches.

20.3 Mündliche Nebenabreden sind unwirksam. Wirksam sind nur schriftliche und bestätigte Absprachen.

20.4 Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Vertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Vertrages zur Folge.

20.5 Gerichtsstand ist Kassel.